The Curious Craftsman

October 12, 2010 9:58 am

Schnöselpost aus Pöseldorf

“[A]lle, die sonst im Netz twittern, bloggen oder schreiben, sehnen sich nach nichts so sehr, wie zwischen zwei Deckeln eingebunden im Buchhandel zu liegen”, schreibt der Ressortleiter »Feuilleton und Literatur« der deutschen Wochenzeitung Die Zeit aus Hamburg.

Auf dem Autorenfoto in der “b2b”-Kundenzeitschrift prego der Edel AG sieht der Urheber des dummerhaften Verdikts nicht so aus, als könnte sich ihm die Ironie der Situation erschließen. Jedenfalls noch nicht. Eines Tages, vielleicht.

Was ich meine: Ohne das Netz - erst die Vorabveröffentlichung auf edel.com, dann der entsprechende Hinweis und Link in einem deutschen Branchendienst - wäre diese Ansage des up-and-coming “b2b”-Großdenkers aus dem Hamburger Feuilleton wohl kaum über die Broschüren-Auslage der Edel-AG-Empfangshalle hinaus gekommen.

So aber regt diese Schnöselpost nun auch außerhalb von Hamburg-Pöseldorf zum Nachdenken an. Was kann man von einem Jungmeister des deutschen Holzmedien-Feuilletons mehr verlangen?

Doch, da wäre was: Respekt vor der kreativen und professionellen Leistung vieler, die sich ihr Blog- und Twitter-Publikum täglich aufs Neue hart erarbeiten. Beispielsweise, indem sie Themen aufgreifen und setzen, die das Zeit-Feuilleton zuverlässig verschnarcht hat. Und die es manchmal sogar schaffen, ein stetig wachsendes Publikum - online und offline - zu begeistern.

Man kann sich natürlich auch einmal pro Woche publizistisch an einer schrumpfenden Abonnentenliste von geistig erloschenen Studien- und Oberregierungsräten abarbeiten, die entweder aus Trägheit nicht abbestellen - oder, wahrscheinlicher, weil sie von der technischen Komplexität eines modernen Telefonapparates überfordert sind.

August 7, 2010 5:33 pm

Back in the old country, where I grew up, they export Volkswagen and Bimmers and Kinderschokolade and Airbus body parts. Not hard to get hold of any of that in the U.S. nowadays, compared to, say 15 years ago.

Thanks to a decades-long onslaw of totally uninspired German car commercials plus sometimes first-hand experience, nearly every American who’s not living under a rock somewhere in Antarctica associates Germany with best-of-class automotive engineering by now.

But with unique Rock’n Roll voices like this one? Hardly. Meet Inga Rumpf, from Hamburg, Germany, who got her start when the Beatles just had left town.

There’s more to that country’s contemporary pop culture department than nutty car designers with (traditional) rigid manners, bad hairdos and snarling voices. Thanks, YouTube, for reminding us.